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Geschichte und Geschichten aus Reichenbach
Wohnhaus mit Geschichte im Falltorweg saniert
Dorfgeschichte / Historisches / Falltors bewegte Geschichte
Viel Herzblut stecken Fritz und Elke Becker in die Sanierung ihres denkmalgeschützten Wohnhauses im Falltorweg.


Das 1905 durch den Gärtnermeister Julius Becker erbaute Gebäude hatte den Vorteil, dass es über ein Jahrhundert baulich nicht wesentlich verändert wurde. So konnte der Jugendstil mit seiner Raumordnung weitgehend erhalten bleiben.



Fast fertig ist die Sanierung
des denkmalgeschützten Wohnhauses im Falltorweg 20
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Fritz Becker (im Bild in der Mitte), der schon viele Jahre im Vorstand des VVR mitwirkt, ist stolz auf die Arbeit und die Hinterlassenschaften seiner Vorfahren. Die notwendige Dacherneuerung nach über 100 Jahren nutzte er mit seiner Frau (rechts im Bild) zu Komplett- sanierung des Anwesens, einschließ- lich Erneuerung der Stuckdecken und der Messingbeschläge an den Außentüren. Derzeit sind beide dabei, den von Schlossermeister Herbert Reimund (auch langjähriges Mitglied im VVR) erstellten schmiedeeisernen Zaun und das Eingangstor zu streichen.
Probleme mit dem Denkmalschutz hatte der Bauherr nach eigenen Aussagen nicht, schließlich wollen ja beide Seiten das altehrwürdige Gebäude in seinem ursprünglichen Zustand erhalten.


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Julius Becker, langjähriger Gemeinderat und OWK-Vorsitzen- der, war ein weitblickender Mann. Mit der Entscheidung, sein Wohnhaus weg von der Straße zu stellen, wertete er es auf, machte es schon während der Bauphase für die Passanten interessant. Im oberen Stockwerk wohnte sein Vater Karl Becker, von 1876 bis 1907 Lehrer in Reichenbach. Er wirkte sicher bei der Finanzierung des Anwesens mit. Schließlich war er ab 1889 Leiter der ersten Sparkassenagentur im Dorf, also ein Vorgänger der heutigen Sparkasse gegenüber der Felsenmeerschule.



Unter Julius Becker wurde das große Areal als Gärtnerei genutzt, mit einem für damalige Verhältnisse beachtlichen, für heutige jedoch bescheidenen Gewächshaus. Nach dem Tod des Vaters führten die beiden Töchter dessen Arbeit fort, heute bewirtschaften Fritz und Elke den Betrieb und das Anwesen, in dem auch Mutter Ursula wohnt. Sie feierte letzte Woche ihren 93. Geburtstag, zu dem ihr auch Bürgermeister Jürgen Kaltwasser und Ortsvorsteher Heinz Eichhorn gratulierten.



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So standhaft wie beim Erhalt des Anwesens blieb Fritz Becker auch bei der Ablehnung eines Teilverkaufs seines großen Grundstücks. Die Bürgermeister Germann, Weitzel, Beyss und Kaltwasser hätten versucht, ihn zur Veräußerung zu überreden. Mit der Verbindung der Straßen Am Kernberg und Am Lösch sollte ein neues Baugebiet entstehen.

Fritz Becker jedoch schwärmt statt von hohen Verkaufserlösen von der Idylle seines Anwesens: „Was gibt es schöneres, als bei einem guten Rotwein auf der Terrasse zu sitzen und die unberührte Natur zu genießen?“, fragt er und erwartet gar keine Antwort. Denn die steht für ihn schon lange fest.



Text und Fotos: Heinz Eichhorn - 08.2011
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„Das hängt mir keiner aus“,
meint Fritz Becker und verweist auf das hohe Gewicht des schmiedeeisernen Eingangstores